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Weblinks

  • Die Capitulatio de partibus Saxoniae (782?) mit Übersetzung


Zum Sprachgebrauch

Im Unterschied zur individuellen Bekehrung eines Einzelnen beschreibt Christianisierung den in historischer Dimension verlaufenden prozess, bei dem ganze Völker oder kulturkreise mehrheitlich den christlichen Glauben annehmen.

Christianisierung ist erfolgreiche Mission ganzer Völker im historischen Horizont betrachtet.Mission und Christianisierung sind verwandte Begriffe, wobei Mission sich auf den theologischen Aspekt und Christianisierung sich auf den langfristigen kulturellen und historischen Aspekt bezieht.



Christianisierung und kultur

Auch erhielten sich heidnische religiöse Bräuche nach der Christianisierung oft noch lange als brauchtum.Viele der ersten kirchen wurden auf ehemaligen heidnischen Kultstätten wie Hainen errichtet, da diese Örtlichkeiten bereits als heilig galten und die zu Missionierenden sich dort versammelten. Andere heidnische Orte, wie viele der Hünengräber in NordDeutschland, wurden zu Zwecken der Abschreckung mit unheimlichen Namen versehen (Teufelssteine, Teufelsbackofen etc), die sie teilweise bis heute tragen.

Weltliche und göttliche Macht gingen, wie bei Karl dem Großen, Hand in Hand.Die Christianisierung war häufig auch eine Machtfrage, in Schlachten unterlegene Gruppen und Stämme des frühen Mittelalters etwa liessen sich als Zeichen der Unterwerfung taufen, oder wurden zwangsgetauft.

In vielen Fällen wurden bei der Christianisierung nicht nur die christliche Religion, sondern auch Elemente oder große Teile der kultur der missionierenden christlichen kultur übernommen - oft weil die Missionare aus ihrer Zeit heraus nicht in der Lage waren, zwischen ihrem kulturellen Kontext und dem Christentum zu unterscheiden.

die Slawische Christianisierung durch Kyrill und Method).B.In einigen Fällen entwickelten sich jedoch nicht nur neue Formen des Christentums im Kontext der lokalen kultur, sondern die Völker wurden durch die Christianisierung überhaupt zu einer eigenständigen kulturellen Identität befähigt (z.

Mancherorts gingen christliche Mission und Kolonialisierung Hand in Hand, während anderenorts scharfe Gegensätze zwischen Missionaren und Kolonisatoren aufbrachen.

B. Dabei werden neues wissen, Verständnis und Fertigkeiten in eine Region hineingebracht.Missionierung geht auch oft Hand in Hand mit den Aufgaben der Entwicklungshilfe. Dies können z. das Lesen, das Schreiben, biologische, handwerkliche und technische Kenntnisse sein. Weiterhin werden christliche Werte vermittelt und Infrastrukturen, wie etwa schulen, Pflegeheime oder auch KrankenHäuser, errichtet. Zugleich werden auch kirchen, Klöster und Gehöfte im Sinne der Missionare erbaut. Es erwachsen somit neue kulturelle Macht-Zentren, die in der Folge ganze Regionen dominieren können. Besonders in Süd- und Mittelamerika wurde den Eingeborenen immer wieder vermittelt, ihre eigene Religion stelle Aberglauben dar, und ihr gewohnter Lebensstil sei primitiv, sie wurden dazu gebracht, sich europäischen Normen (Sesshaftigkeit, Ackerbau, keine Nacktheit) anzugleichen, was Alexander von Humboldt in seinen Reiseberichten 1800 ff zu kritischen Bemerkungen veranlasste.




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