Theologisch-philosophisch-pädagogische Bedeutung
Christliches brauchtum ist abhängig von der Weitergabe des Glaubens in den familien von Generation zu Generation, so wie diese angewiesen sind auf Feste und Feiern, auf Rituale für die Alltagskultur.Die Existenz des menschen - zumindest wenn er sich selbst als Schöpfung sieht - ist "auf Expressionismus" (Läpple) hin entworfen. Er ist nicht nur, indem er denkt, sondern auch indem er sich ausdrückt. Christliches Brauchtum ist daher ganz allgemein der gemeinschaftliche Ausdruck und die Praxis des Glaubens und als solches notwendig für einen sinnenhaften Nachvollzug der christlichen Heilsbotschaft.
Konfessionelle Unterschiede
Aufgrund der unterschiedlichen GlaubensInhalte hat sich das christliche brauchtum konfessionell unterschiedlich, zum Teil auch konkurrierend, ausgeprägt.
Dies lässt sich insbesondere für das christliche brauchtum zu Advent, weihnachten, Fastenzeit und Ostern aufzeigen.
Vor allem in der römisch-katholischen kirche hat sich ein spezifisches brauchtum in Bezug auf die Marienverehrung und Heiligenverehrung ausgeprägt, das viele protestantische Gemeinschaften nicht anerkennen. Die Katholiken sehen wiederum in der protestantischen Zurückhaltung eine problematische "Fastenzeit der christlichen kultur" (Reinhard Raffalt).
kulturelle Bedeutung christlicher Bräuche
Dies wird schon allein deutlich an der Sonntagskultur.Die christlichen Bräuche und vor allem die europäische kultur sind eng miteinander verbunden. Durch die zunehmende Verweltlichung (Säkularisierung) der Kultur sowie des brauchtums gerät deren Zusammenhang immer mehr in Vergessenheit.
Zurück zu Christliches_brauchtum 1
weitere informationen zum Thema Finden Sie in der Übersicht: Index adventkalender
|