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Andere Eschatologien

im Judentum, in der ägyptischen Religion, in der Germanischen Mythologie, im Lamaismus und auch im Islam. B.Diese Lehre findet man nicht nur im Christentum, sondern in einer Vielzahl von Religionen und Mythen – wie z.



Aztekische Eschatologie

Die gegenwärtige Welt wäre die fünfte Sonne, und die Azteken betrachteten sich selbst als das „Sonnenvolk“. In ihrem Mittelpunkt stand der Glaube, dass vor diesem bereits vier andere Welten existiert hätten.Die aztekische Eschatologie entstammt größtenteils den toltekischen Ansichten und Traditionen. Diese Welten, oder „Sonnen“, wurden durch Katastrophen zerstört und die Menschheit jedesmal ausgelöscht. Sie betrachteten es als ihre göttliche Aufgabe, den kosmischen Krieg zu kämpfen, um die Sonne mit ihrer Nahrung (Tlaxcaltiliztli) zu versorgen. Ohne diese würde die Sonne vom Himmel verschwinden. Daher hinge das Gedeihen und das Überleben des Universum selbst von den Opferungen von Blut und Herzen an die Sonne ab. Eine Vorstellung, die die Azteken auf alle Götter ihres Pantheons ausdehnten.



Christliche Eschatologie

Die christliche Eschatologie lässt sich am besten mit dem Sauerteiggleichnis (Matthäus 13,33) erklären:. Somit grenzt sich die Eschatologie klar von der Utopie ab, die das beschriebene Geschehen absolut in ferne Zukunft verlegt.Zentraler Glaubenssatz der christlichen Eschatologie ist, dass das Reich Gottes, die Gottesherrschaft, bereits mit der Inkarnation, der Menschwerdung Jesu Christi also, begonnen habe. Die Gottesherrschaft, die im Himmel bereits durchgesetzt, auf Erden mit dem Christusereignis begonnen hat, wird als prozess begriffen, als „schon (nämlich in Himmel und in Teilen (kirche) auch auf Erden) und noch nicht (nämlich in weiten Teilen der Erde)“, wie Paulus es bezeichnet, und was man allgemein den „eschatologischen Vorbehalt“ nennt.

„Das Reich Gottes gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.“.

), aus seinen Ausführungen jedoch ergibt sich die oben dargestellte Eschatologie, die sich nicht als Apokalyptik bezeichnen lässt, da sie sich nicht mit dem Weltende, der völligen Zerstörung der Erde oder des Kosmos durch Katastrophen oder Gottes Wirken und der anschließenden Neuschöpfung einer besseren Welt beschäftigt, sondern einen prozess darstellt.Das „Durchsäuern“ des Teiges, der Erde mit ihren Bewohnern, braucht eben seine Zeit und ist noch nicht vollendet, hat aber bereits begonnen: Die alte, „undurchsäuerte“ Welt wird erneuert in eine „durchsäuerte“ Welt (was wiederum einen Unterschied zur Utopie bildet, denn diese spricht anstatt von einer Erneuerung von einer Ersetzung der alten Welt). Diese Glaubenssätze lassen sich deutlich der Offenbarung des Johannes entnehmen, die fälschlicherweise in ihrer geschichtlichen Tradition als Apokalypse bezeichnet wird. Zwar bedient sich Johannes vieler apokalyptischer Bilder („apokalyptische Reiter“, der „Krieg“ Gut gegen Böse etc.

Das Ziel bzw.).Neben dem Johannesevangelium, dem Sauerteiggleichnis und den Briefen Paulus′ ist weiterhin die Bergpredigt ein wichtiger Bestandteil christlicher Eschatologie. In dieser Predigt Jesu Christi wird die christliche Theologie komprimiert zusammengefasst, auch in Hinblick auf die Zukunft (Die Letzten werden die Ersten sein. der finalistische Endpunkt der Eschatologie, die ideale reine gesellschaft in Gottesherrschaft, kann nach christlicher Theologie letztlich nicht von den menschen selbst verdient (Unterschied zur Utopie), sondern nur durch Gottes Gnade erhalten werden. Dieser christliche „Indikativ“ besagt also, dass die menschen in ihrem Versuch, sich des Reich Gottes anzunähern, also selbst eine ideelle Gesellschaft zu errichten, letztlich doch auf Gottes Handeln angewiesen sind. Der ebenfalls in der Bergpredigt zu Findende, christliche „Imperativ“, die zentrale Aufforderung Gottes an den menschen, besagt, dass der Mensch versuchen solle, Jesu Botschaft zu gehorchen und diesem in seiner Lebensweise nachzufolgen (am deutlichsten in der imitatio Christi). Letzten Endes lässt sich die Bergpredigt mit ihrer Zukunftsvision in eschatologischer Hinsicht wieder auf das „schon und noch nicht“ Paulus′ reduzieren: Der Indikativ, der Annäherungsversuch des menschen an die ideale gesellschaft, ist „schon“ (präsentische Eschatologie) begonnen, jedoch „noch nicht“ (futurische Eschatologie) vollendet.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass anhand der Bergpredigt, der Offenbarung des Johannes, des Sauerteiggleichnisses sowie den Briefen Paulus′ deutlich wird, dass die christliche Eschatologie keine vorwegnehmende Reportage von Ereignissen, die Gott am Ende der Zeit bewirken wird, ist, sondern bildhafter Ausdruck der Hoffnung auf die Vollendung der Welt und das Heil der menschen.




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