Buddhistische Tradition
Ein Wat in Bangkok
Lamas in Sikkim
Samye-Ling, das älteste buddhistische Kloster Tibets
Die buddhistischen Klöster sind entstanden als Aufenthaltsort der Mönche während der Regenzeit. In der Anfangszeit des Buddhismus waren die Mönche immer auf der Wanderschaft, wie der Glaubensstifter Buddha selbst bis zu seinem Lebensende immer auf Wanderschaft war.
Heute gilt ein Kloster erst als solches, wenn es eine Versammlungshalle hat und ihm ein vollordinierter Mönch vorsteht. Erst später wurden ihnen auch feste Unterkünfte zur Verfügung gestellt und der Wohnbereich schließlich um eine zentrale Halle für Zusammenkünfte erweitert.Zunächst wurden von den gläubigen Laien nur Grundstücke gestiftet, damit die Mönche während der Regenmonate ihre provisorischen Unterkünfte darauf errichten konnten.
Ihren Lebensunterhalt bestritten die Mönche allein durch das Almosensammeln, nicht durch Arbeit oder Verpachtung von Grundeigentum.Buddhistische Klöster sind nicht auf selbstversorgung angelegt. Ursprünglich hatten die buddhistischen Klöster kein Grundeigentum, wie später beispielsweise im tibetischen Buddhismus und den christlichen Klöstern Europas.
Hauptaufgabe der buddhistischen Klöster sind heute:.
- Lebensraum
- Ort der Ruhe und des Rückzugs aus dem weltlichen Leben
- Versammlungsort zur Durchführung von Ritualen
- Versammlungsort für administrative Zusammenkünfte
- Ort der Lehre und des Studiums
- Anlaufpunkt von Laien für Opfer-Handlungen
- Ort für die „seelsorgerische“ Betreuung von Laien
- Zeitlich begrenzter Aufenthalt von Laien, zum Studium und Meditation (siehe: Retreat).
So gibt es unter anderem:.Auf Grund der sehr unterschiedlichen Aufgaben, haben sich die Mönchsgemeinschaften vieler Klöster auf einzelne Tätigkeiten spezialisiert.
- Wald-Klöster, die vor allem als Ort des Rückzuges dienen.
- Dorf-Klöster, die neben dem mönchischen Leben auch insbesondere für die Bevölkerung offen stehen.
- Schul- und Lehr-Klöster, die Mönchen und Laien vor allem der religiösen Praxis und Ausbildung dienen.
Sie wird beispielsweise bei ungerechtfertigter übler Nachrede und Verleumdung von Ordensmitgliedern angewandt.Buddhistische Klöster werden einmal geweiht und sind dann für immer Klöster, auch wenn niemand mehr darin wohnt und nur noch Ruinen vorhanden sind; geweihte Orte können nicht mehr entweiht werden. Weil das Verschenken des Grundstücks an die Mönche als Opfer gilt, können die Mönche den Ort - auch wenn sie wollten - nicht mehr zurückgeben, verschenken oder gar Verkaufen, weil dadurch "das gute Werk" (bzw. "die gute Verdienste") des Spenders zunichte gemacht würden. Das Ablehnen von Almosen ist die einzige Sanktionierungsmaßnahme, die Mönche gegenüber Laien setzen können.
In Tibet besaßen viele Klöster vor der Annektierung des Landes durch die Volksrepublik China Pachtland.In Thailand, Myanmar (früher: Burma), Laos, Kambodscha, wo der Theravada-Buddhismus praktiziert wird, heißen die Klöster "Wat".
Der Almosengang wird aber, zum Zeichen der Demut und um den Laien Gelegenheit für verdienstvolles Handeln zu geben, weiter betrieben.Der Zen-Buddhismus (überwiegend Japan und Korea) ist die einzige Tradition, in der Mönche arbeiten und die Klöster zum Teil selbstversorgung betreiben.
Die Grundlagen für das Leben als Mönch und in einem Kloster sind in der Patimokkha festgehalten.
siehe auch: Buddhistisches Mönchtum.
Übersicht adventkalender - Mehr zum Thema Kloster (2)
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